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Autobatterie

Autobatterien werden in der Umgangssprache häufig auch als Starterbatterien bezeichnet. Im Grunde handelt es sich dabei um einen Bleiakkumulator. Die Batterie setzt sich aus mehreren Zellen zusammen, den so genannten Bleiplatten. Zwischen diese Platten wird eine 37-prozentige Schwefelsäure eingefüllt, die als Elektrolyt dient. Jede dieser Zellen ist in der Lage eine elektronische Spannung von über zwei Volt zu erzeugen. Daher setzt sich der Aufbau einer typischen Autobatterie aus einer Spannungsstärke von 12 Volt und sechs Zellen in einer Reihe zusammen. Die Batterie ist an jeder Seite mit einem Pol ausgestattet, der dem Anschluss der Polklemmen dient. Um Verwechslungen beim Anschließen zu vermeiden, verfügt der Pluspol in der Regel über einen höheren Durchmesser als der Minuspol. Es ist immer zuerst die Plusklemme anzuschließen. Danach erst erfolgt das Anklemmen des Massekabels an den Minuspol. Das Massekabel wird beim Abklemmen als erstes abgebaut. Diese Reihenfolge ist zwingend einzuhalten, um Kurzschlüssen vorzubeugen. Ein versehentlich erzeugter Kurzschluss schädigt nicht nur die Batterie, sondern im schlimmsten Fall auch die gesamte Fahrzeugelektronik.

Wie funktioniert eine Autobatterie?

Besonders beim Starten des Fahrzeugs muss die Batterie kurzfristig eine hohe Stromstärke abgeben. Um den Anlasser zu betätigen, sind im Regelfall mehrere Hundert Ampere notwendig. Autobatterien enthalten einen Aufkleber mit Angaben über die Höhe der maximalen Stromstärke. Zum Beispiel ist dort ein Wert von 200 A angegeben. A steht hier für Ampere. Die Angabe darf jedoch nicht mit der Kapazität verwechselt werden. Diese wird nämlich in Amperestunden (Ah) angegeben. Der Wert gibt Auskunft über die Höhe der Ampere, die die volle Batterie innerhalb einer Stunde abgibt. Beim Startvorgang wird die Autobatterie, auch als Lichtmaschine oder Generator bekannt, erneut geladen. Wenn sehr langsam mit geringer Motordrehzahl gefahren wird, kann es sein, dass die Lichtmaschine nicht genug Strom bekommt, um eine ausreichende Versorgung der Elektronik des Fahrzeugs zu produzieren. Auch in diesem Fall erfolgt die Aufrechterhaltung der elektronischen Funktionen durch die Batterie.

Was tun bei defekter Autobatterie

Die Autobatterie muss sich ständig laden und entladen. Dadurch entsteht irgendwann zwangsläufig ein Verschleiß, welcher besonders in den kalten Monaten zu beobachten ist. Bei niedrigen Temperaturen ist der innere Widerstand der Batterie erhöht. Dies wirkt sich belastend auf die Leistung aus. Dies zeigt sich daran, dass die Leistung kaum noch ausreicht, den Anlasser mit Energie zu bedienen. Hier hilft meistens nur das Aufladen der Batterie mit einem geeigneten Ladegerät über Nacht. Sollte es immer wieder zu Startschwierigkeiten kommen, ist ein Wechsel der Autobatterie ratsam. Dies ist keine große Sache und sollte in einer Werkstatt durchgeführt werden. In etwa dreißig Minuten ist die Batterie ausgetauscht. Dafür ist es lediglich erforderlich, die Polklemmen abzumontieren und die Halterung der Batterie zu lösen. Danach kann die neue Batterie eingesetzt und angeschlossen werden. Dafür entstehen dann möglicherweise zusätzliche Kosten. Alte Autobatterien sind fachgerecht zu entsorgen. Manche Werkstätten berechnen dafür einen geringen Aufpreis. Gute Autobatterien kosten ca. 100 Euro. Es ist auf jeden Fall auf Qualität und lange Lebensdauer zu achten. Grundsätzlich sollte sich der Autobesitzer vor dem Kauf der neuen Batterie mit Hilfe der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs informieren, welcher Batterietyp für sein Fahrzeug in Frage kommt.