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Anhängerkupplung

Eine Anhängerkupplung ist eine technische Vorrichtung, mittels derer ein Zugfahrzeug (PKW, LKW oder auch Fahrrad) vorübergehend oder dauerhaft mit einem Anhänger verbunden werden kann. Die Anhängerkupplung ist eine beliebte Zusatzausstattung für Fahrzeuge, die als Zugfahrzeug für einen Wohnwagen, einen Transportanhänger oder einen Verkaufsanhänger dienen sollen. Im gewerblichen Bereich dominieren komplexe Anhängersysteme mit zusätzlichen Sicherungsvorrichtungen, die besonders als Verbindung zwischen LKWs und Anhängern genutzt werden. Im PKW-Bereich gibt es werksseitig montierte Anhängerkupplungen, aber auch Systeme, die später nachgerüstet werden können. Beliebt sind abnehmbare Anhängerkupplungen, die mehr oder weniger einfach entfernt werden können, wenn sie nicht benötigt werden.

Die gebräuchlichen Systeme der Anhängerkupplung

In der Land- und Fortwirtschaft sowie bei Baustellenfahrzeugen ist die technisch relativ simple Bolzenkupplung weit verbreitet, wenn es um die Verbindung zwischen einem Zugfahrzeug und einem ungebremsten Anhänger geht. Bei PKWs wird meist eine genormte Kugelkopfkupplung mit einem Durchmesser von 50 mm verwendet. Das System gibt es prinzipiell auch für Fahrradanhänger mit Hochdeichsel. Moderne LKWs und Traktoren verfügen meist über eine Maulkupplung mit automatischer Schließvorrichtung. Bei Sattelzügen wird meist eine Sattelkupplung mit Königszapfen verwendet. Einige Fahrzeuge nutzen einen Kupplungshaken mit Ösen als zusätzliches Sicherungselement,

Die Technik der Kugelkopfkupplung

Die Kugelkopfkupplung mit einer genormten Kugel von 50 mm Durchmesser ist heute die verbreitetste Form der Anhängerkupplung für PKWs. Sie eignet sich für leichte Anhänger – etwa Caravans oder zwei- oder dreiachsige Verkaufsanhänger mit oder ohne Auflaufbremse und ist auch als Nachrüstteil im Zubehörhandel erhältlich. Diese sognannte nicht selbsttätige Kugelkopfdichtung eignet sich für Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3.500 kg sowie für Anhänger, die in der Land- und Forstwirtschaft genutzt werden. Das Funktionsprinzip ist so gestaltet, dass sich an der Deichsel des Anhängers eine Kugelpfanne mit hinten liegendem Verschluss befindet, der mittels eines anzuhebenden Hebels geöffnet werden kann. Diese Kugelpfanne wird beim Kopplungsvorgang auf der Kugel drehbar gelagert und damit gegen ungewolltes Abheben gesichert. Dadurch kann der Anhänger den vom Zugfahrzeug ausgehenden Lenkbewegungen folgen. Der in kN (Kilonewton) gemessene und auf dem Typenschild angegebene D-Wert zeigt an, wie hoch die Dauerfestigkeit der Anhängerkupplung gegenüber Krafteinwirkungen ist, die beim Fahrbetrieb zwischen Zugfahrzeug und Anhänger entstehen. Der D-Wert stellt die Berechnungsgrundlage für die Festlegung der Höhe der zulässigen Anhängelast dar.

Aktuelle technische Entwicklungen

Neben den herkömmlichen starren Anhängerkupplungen sind zunehmend Versionen mit abnehmbarem Kugelhals im Gebrauch. Moderne Fahrzeuge besitzen einen Aufprallschutz, der das Zugfahrzeug gegen Beschädigungen beim Ankoppeln oder Rangieren sichert. Zur Anhängerkupplung gehört eine Steckdose für die Beleuchtung des Anhängers. Für ältere Zugfahrzeuge ist oft zusätzlich ein Adapter erforderlich. Bei den Steckverbindungen gibt es 7-, 13- oder 7+6polige Varianten. Um alle Versionen nutzen zu können, sind Adapter im Einsatz. Der meist drehfederbelastete Dteckdosendeckel besteht bei aktuellen Produkten häufig aus GFK. Viele moderne Fahrzeugmodelle besitzen ein Anhängererkennungssystem. Eine Variante besitzt einen Schalter in der Steckdose, der beim Anhängerberieb die Nebelschlussleuchte deaktiviert. Eine andere Version besitzt ein am CAN-Bus des Zugfahrzeugs angeschlossenes Anhänger-Steuergerät, das beim Einschalten der Zündung prüft, ob an den Anschlüssen der Steckdose Glühlampen bzw. LEDs angeschlossen sind. Ist die Anhängerkupplung im Typenschein eingetragen, ist die Zulassung in Österreich unproblematisch.