Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung in der Werkstatt in ÖsterreichGemäß § 57 a KFG (Kraftfahrgesetz) müssen alle in Österreich zugelassenen Fahrzeuge in regelmäßigen Abständen von einer ermächtigten Werkstatt auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüft werden. Erfüllt das Fahrzeug die gesetzlichen Voraussetzungen, wird es mit einem entsprechenden Prüfsiegel , dem so genannten „Pickerl, versehen.

In welchen zeitlichen Abständen werden die Autos begutachtet?

Die Begutachtungsintervalle richten sich nach der 3-2-1 Regel. Demnach müssen alle PKW, Kombi und Anhänger bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht drei Jahre nach der Erstzulassung zur Pickerl-Prüfung. Die zweite Fahrzeugüberprüfung folgt nach zwei Jahren. Danach nuss das Fahrzeug jedes Jahr begutachtet werden. Von der Pickerl-Prüfung ausgenommen sind:

* Kraftfahrzeuge mit einer zugelassenen Geschwindigkeit von maximal 10 km/h
* Anhänger, Zugmaschinen und Motorkarren mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h
* Selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Transportkarren mit einer Endgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h

Oldtimer und sonstige historische Fahrzeuge unterliegen einer zweijährigen Prüfpflicht.

Was wird bei der Pickerl-Prüfung begutachtet?

Bei der Fahrzeugkontrolle wird die Verkehrs-und Betriebssicherheit, als auch die Umveltverträglichkeit des Kraftfahrzeug überprüft. Dazu zählen:

* Fahrzeugausrüstung
* Beleuchtungseinrichtungen und Warnsysteme
* Fahrgestell und Karosserie
* Räder und Bereifung
* Motor
* Bremsanlagen
* Sicherheitseinrichtungen

Wie ist der Begutachtungszeitraum?

Der Termin für die Fahrzeugüberprüfung gemäß § 57 a richtet sich nach der Erstzulassung. Entscheidend ist, welcher Monat auf der Plakette vermerkt ist. Spätestens vier Monate nach dem eingetragenen Datum muss das Auto begutachtet worden sein. Bei Zuwiderhandlungen drohen hohe Strafen bis zu 2.180 Euro. Dabei kann sowohl der Fahrzeugeigentümer, als auch der Fahrzeugführer belangt werden. Wer mit einer abgelaufenen Plakette ins Ausland fahren möchte, sollte sich vorher informieren, ob die österreichische Toleranzgrenze in dem betreffenden Land anerkannt wird.

Bei welchen Mängeln kann die Plakette verwehrt werden?

Folgende Mängel gibt es:

* Leichte Mängel:
Weist das Fahrzeug nur leichte Mängel auf, die für die Betriebs- und Verkehrssicherheit von keiner großen Bedeutung sind, erhält der
Fahrzeugbesitzer oder der Lenker einen Hinweis, diese Mängel beheben zu lassen . Die Plakette wird trotzdem erteilt.

* Schwere Mängel:
Ist das Fahrzeug mit Mängeln behaftet, die die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigen oder liegt ein Verstoß gegen
Umweltvorschrifetn vor, wir die Plakette bis zur Behebung der Mängel nicht ausgegeben.

* Mängel mit Gefahr in Verzug:
Sind die Mängel so eklatant, dass sie eine direkte Gefährdung darstellen, müssen diese sofort in einer zugelassenen Werkstatt behoben
werden.

* Vorschriftsmängel:
Entspricht das Fahrzeug nicht den gesetzlichen Vorschriften, zum Beispiel wenn ein nicht genehmigetr Spoiler montiert wurde, muss der
Fahrzeugeigentümer oder der Lenker den Zustand beheben oder beim Landeshauptmann typisieren lassen. Erst dann erhält er die
Plakette